Fontane in der Fontanestraße – Der Leipziger Fontane-Kreis zu Gast


Von Lutz Hesse

Ungewöhnliche Zeiten verlangen nach ungewöhnlichen Ideen. Wie schön ist es da, wenn es Menschen mit eben diesen ungewöhnlichen Ideen gibt! Nicht nur, dass Leipzig in Fontanes Biographie eine Rolle spielt. Leipzig hat seit 1934 auch eine Fontanestraße und die heutigen Bewohner dieser Straße in Leipzig-Probstheida feierten in diesem Jahr zum ersten Mal ein Fontane-Straßenfest. Darum wurde der Leipziger Fontane-Kreis gebeten, mit einer Lesung aus Werken des Dichters dem Fest einen literarischen Rahmen zu geben. Monika Stoye, die unermüdliche Streiterin in Sachen Fontane, wählte Texte zum Thema Reisen und Ferien aus und nannte den Nachmittag „Der Lokus im Levkojenbeet“. Gemeinsam mit Helga Sylvester, langjähriges Mitglied des Studententheaters der Universität Leipzig, gestalteten sie bei Kaffee und Kuchen einen geistreich unterhaltsamen Lesenachmittag, der für das zahlreich erschienene Publikum eine neue Seite des Dichters zum Vorschein brachte. Fazit der Besucher im Garten der Familie Klose : kurzweilig, bildend, stimmungsvoll.

Dass so ein Vorlesevergnügen nach Wiederholung schreit, ist dem Wunsch nach Kultur in Zeiten von Corona geschuldet. Ein paar Tage nach ihrem Auftritt im Leipziger Südosten wurden Fontanes Reiseerlebnisse auf einer Vormittagsveranstaltung der Martin-Luther-Gemeinde Markkleeberg vorgestellt. Die ca. 25 Gäste waren von der Rezitierkunst Helga Sylvesters stark beeindruckt.

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