Rundbrief des Vorsitzenden Prof. Dr. Roland Berbig

Liebe Mitglieder der Theodor Fontane Gesellschaft,

nehmen Sie es dem Vorstand und mir nicht übel, wenn wir uns auf diesem doch etwas profanen Wege mit Ihnen in Verbindung setzen. Aber es ist uns ein Bedürfnis, uns in diesen sich wieder dramatisierenden Zeiten mit einem freundlichen Wort an Sie zu wenden. Der kulturelle Betrieb droht zurückgefahren zu werden, ehe er überhaupt wieder auf sein altes Maß gekommen war. Die Wege werden weniger, miteinander in Kontakt zu treten, während das Bedürfnis, sich zu sehen, sich zu unterhalten und ein geselliges Leben zu führen, gerade unter diesen Bedingungen zunimmt.

Weil eher wenige von Ihnen an der virtuellen Jahrestagung teilnehmen konnten, erlauben wir uns, Sie freundlichst auf unsere Webseite aufmerksam zu machen. Vielleicht haben Sie schon entdeckt, dass dort nicht nur der Rechenschaftsbericht veröffentlicht ist. Wir haben uns entschlossen, das kleine Beitragsangebot, das die Jahresversammlung rahmte, weiterhin im Netz zu belassen. Die Filme und anderen kleinen Kostbarkeiten, die wir öffentlich zeigen dürfen, finden Sie bald unter der neuen Rubrik Mediathek. Viele, die auf so schöne Weise mit Eigenem beigetragen haben, zögerten keinen Augenblick, ihre Zustimmung zu geben. Dafür, wie für ihr wunderbares Engagement bleiben wir sehr dankbar. Mehr noch: Was halten Sie davon, selbst das bereits Angebotene zu erweitern. Ihrem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ebenso steht der Fontane-Blog jeder und jedem offen. Ein engagiertes Redaktionsteam hilft Ihnen hier wie dort umstandslos über alle technischen Hürden hinweg.

Wir haben den Kopf nicht in den märkischen Sand gesteckt: Das Jahr 2021 ist im Visier. Vielleicht glückt im Frühjahr eine gemeinsame Veranstaltung mit der Pückler Gesellschaft. Diese Idee stellte mir unser Ehrenpräsident, Prof. Dr. Hubertus Fischer, bei unserer letzten Begegnung vor. Als Gartenkunstexperte gehört er zum Vorstand der Pückler-Gesellschaft. Gedacht ist an eine unterhaltsame und lehrreiche Tagung im und um das Schloss Charlottenburg. Auch eine zweite Fontane-Akademie soll es in Neuruppin geben, gekoppelt mit einer Zusammenkunft derjenigen, die in den letzten Jahren Mitglied unserer Gesellschaft geworden sind.

Eins will ich noch gestehen: Ich habe gestaunt, wie einige Sektionen und Kreise, den Corona-Einschränkungen auf gefahrlose, aber wirkungsvolle Weise Paroli geboten haben. Neue Formen, mit Fontane Geselligkeit zu stiften, wurden mit schönstem Erfolg erprobt. Da wehte in doppeltem Sinne ein frischer Wind und ließ dem lähmenden Virus keine Chance.

So seien Sie in Herzlichkeit gegrüßt, und natürlich: „Bleiben Sie bitte gesund!“

Ihr

Roland Berbig

Vorsitzender der Theodor Fontane Gesellschaft

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