16. August bis 30. September 2019: Konstruierte Wirklichkeit. Die Mark ist heute Bundesland. Fotografien von Götz Lemberg

Ausstellung mit Veranstaltungsprogramm zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane in der St.-Marien-Kirche Frankfurt (Oder)

An diesem Freitag (16.8.) um 17 Uhr wird in der St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) die Ausstellung Konstruierte Wirklichkeit. Die Mark ist heute Bundesland. Fotografien von Götz Lemberg eröffnet. 

Aus Anlass des 200. Geburtstags von Theodor Fontane setzt sich das Kunstprojekt intensiv mit den „Wanderungen“ auseinander. Götz Lemberg folgt Fontane auf seinen Reisen durch Brandenburg und stellt literarischen Landschaftsbildern fotografische Landschaftsporträts entgegen. Literatur und Fotografie treten in ein intensives Zwiegespräch. In diesem Dialog schieben sich zwangsläufig die Reflexionen über die Entwicklung und den Wandel eines großen Landschaftsraums und der damit verbundenen Frage nach der heutigen Identität Brandenburgs in das Bewusstsein. Höhepunkt der Ausstellung sind zwei Landschaftsporträts, die mit 50 Metern Länge und 3 ½ Metern Höhe die gesamte Kirche durchziehen. Das Rahmenprogramm zur Ausstellung schafft ein enges Netz an Anknüpfungspunkten und Perspektiven, die Vergangenheit und Gegenwart Brandenburgs ins Visier zu nehmen.

Freitag, 16. August 2019, 17 Uhr Eröffnung mit:
René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder)
Volker Hassemer, Vorstandsvorsitzender Stiftung Zukunft Berlin
Hubertus Fischer, Ehrenpräsident Theodor Fontane Gesellschaft und
Dariusz Kacprzak, Stellv. Direktor Nationalmuseum Stettin.

Samstag, 17. August 2019, 16 Uhr: Die Mark – eine Konstruktion Theodor Fontanes? 
Ausstellungsgespräch und Buchvorstellung „Fontanes Brandenburg. Konstruierte Wirklichkeit“ mit Hubertus Fischer, Roland Berbig (beide Theodor Fontane Gesellschaft) und Götz Lemberg
Mit welchen Mitteln konstruierte Fontane das Bild der Mark in seinen Reiseberichten? Wie wirken die „Wanderungen“, die nach Fontanes
eigenem Wunsch nie ein Baedeker für Reisende werden sollten, bis heute nach?
Dies sind Fragen, die die Literaturwissenschaftler und den Künstler in ihrer Zusammenarbeit interessiert haben. In diesem Gespräch geben die Partner Einblicke in ihre ungewöhnliche Kooperation und stellen das neue Lesebuch vor.


Einladungsflyer Ausstellungseröffnung
Flyer Ausstellungsprogramm
Aktuelle Programminformationen unter www.stiftungzukunftberlin.eu


Der überwältigende Innenraum der Marienkirche, eines der herausragendsten Bauwerke norddeutscher Backsteingotik, bietet eine grandiose Kulisse für die Ausstellung und ihr Rahmenprogramm. St. Marien wurde ab 1253, dem Jahr der Stadtgründung, gebaut und über die Jahrhunderte kontinuierlich zu ihrer heutigen Größe erweitert. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind die mittelalterlichen Bleiglasfenster, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Russland trans- portiert wurden und lange als verschollen galten, ab 2002 jedoch nach Frankfurt zurückkehrten und nach aufwändiger Restaurierung wieder am originalen Ort eingebaut werden konnten.

Götz Lemberg arbeitet in verschiedenen Medien. Neben Lichtinstallationen gehört die Fotografie zu seinen bevorzugten Ausdrucksformen. In der achtteiligen Ausstellungsserie „H_V_L-Cuts. Porträt einer Flusslandschaft“ 2015/16 setzte sich der Künstler bereits intensiv mit Brandenburg auseinander. 2020/21 schließt er dieses umfangreiche Landschaftsporträt mit Ausstellungen über die Oder und Spree ab. Götz Lemberg erhielt zahlreiche Preise und Förderungen unter anderem von der Stiftung Preußische Seehandlung, Initiative Neue Musik Berlin, dem Hauptstadtkulturfonds, der Filmstiftung NRW, der Kulturstiftung Baden-Württemberg und dem Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Die Ausstellung wird von der Stiftung Zukunft Berlin getragen und von der Theodor Fontane Gesellschaft, der Stadt und dem Eigenbetrieb Kulturbetriebe der Stadt Frankfurt (Oder) sowie mit Mitteln aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Sparkasse Oder-Spree unterstützt.

 

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