Autor: Leander Wattig

Veranstaltungen der Sektionen und Freundeskreise im 2. Halbjahr 2018

 

Sektion Berlin-Brandenburg
Fontane-Kreis Franken
Sektion Hamburg
Theodor Fontane-Kreis Hannover
Fontane-Kreis Leipzig
Sektion Ruppin
Sektion Schleswiger Land
Fontane-Kreis Zeuthen

 

 

 

Sektion Berlin-Brandenburg

Sonnabend, 25. August 2018
Bus-Tagesexkursion nach Finow, Schiffmühle, Kunersdorf
und Letschin unter Leitung von Herrn Pahn und Herrn Bartsch.
Anmeldung bis 11.08. durch Überweisung von 55 EUR
auf das Konto der Sektion Berlin-Brandenburg
IBAN: DE04 1005 0000 1210 0613 05 – Berliner Sparkasse –
Kennwort: ‘Oderland’

Donnerstag, 20. September 2018, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Friedhofseingang Liesenstraße
Blumengruß am Grab von Theodor und Emilie Fontane
mit kurzer Lesung von Herrn Georg Bartsch

Montag, 15. Oktober 2018, 18.00 Uhr
Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf, Grunewaldstraße 3
(neben dem Rathaus Steglitz)
Georg Bartsch (Berlin):
Mit Fontane über die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor

Samstag, 10. November 2018
13.00 – 18.00 Uhr – Fontane-Seminartag:
Hotel Steglitz International, Albrechtstraße 2, 12165 Berlin
(Nähe S- / U-Bf. Steglitz)
Theodor Fontanes „Theater-Kritiken“
13.00 Uhr – Begrüßung (Hans-Jürgen Pahn,
Dr. Gabriele Radecke)
13.15 Uhr – Grußwort Nele Holdack (Aufbau Verlag Berlin)
13.30 Uhr – Dr. Gabriele Radecke (Göttingen):
Notieren – Zitieren –Publizieren:
zur Entstehung von Theodor Fontanes Theaterkritiken
14.15 Uhr – Dr. Debora Helmer (Würzburg):
Jammer-Lotte, Tantiéme-Streber und die Griesgramskritik.
Theodor Fontane als Theaterkritiker
15.00 Uhr – Kaffeepause
16.00 Uhr – Kommentierte Lesung aus Theodor Fontanes
Theaterkritiken mit Alexander Bandilla (Berlin).
Textauswahl und Erläuterungen von Debora Helmer und
Gabriele Radecke
18.00 Uhr – Ende des Seminars
Kostenbeitrag: Seminar incl. Kaffee/Tee/Kuchen
37,00 EUR pro Teilnehmer, Anmeldung bis 26.10.2018 durch
Überweisung auf das Konto der Sektion Berlin-Brandenburg
IBAN: DE04 1005 0000 1210 0613 05 – Berliner Sparkasse
– Kennwort ‘Fontane-Seminar’

Freitag, 14. Dezember 2018, 16.00 Uhr
Theodor-Fontane-Archiv in der Villa Quandt,
Große Weinmeisterstraße 46/47, 14469 Potsdam
(ab Hbf Potsdam mit Tram 92 oder 96 bis Puschkinallee,
dann 10 Min. Fußweg über Beyerstraße)
Prof. Dr. Daniel Göske (Göttingen):
Die überschwängliche Fülle, die unerschöpfliche Masse.
Der junge Fontane und die Weltstadt London
Kaminabend bei Gebäck und Weihnachtspunsch in der Villa Quandt
Gemeinsam mit dem Theodor-Fontane-Archiv – Beitrag 5,00 EUR
Anmeldung unter Tel.: 0331 201396

Mittwoch, 4. Januar 2019, 17.00 Uhr
Fontane-Dinner, Hotel Steglitz International,
Albrechtstraße 2, 12165 Berlin (Nähe S- / U-Bf. Steglitz)
Dr. Irina Rockel (Vielitz):
Theodor Fontane und das ungeschrieben gebliebene Kapitel
eines Neuruppiner Jungen

 

 

 

Fontane-Kreis Franken

Montag, 22. Oktober 2018, 19.30 Uhr
Volkshochschule Erlangen, Friedrichstrasse 19
Dr. Walter Hettche (München):
Nippsachen und frische Semmeln:
Zu Theodor Fontanes und Paul Heyses Lyrik

 

 

Sektion Hamburg

Donnerstag, 21. Juni 2018, 19.30 Uhr
Buchhandlung Boysen + Mauke,
Große Johannisstraße 19, Hamburg:
Vortrag von Robert Rauh (Berlin):
Fontanes Frauen. Fünf Schicksale – fünf Orte – fünf Geschichten.

 

 

 

Theodor Fontane-Kreis Hannover

Samstag, 11. August, 15.00 Uhr
Leonardo Hotel am Tiergarten
Dr. Sabine Göttel, Lesung und Roland Baumgarte, Cello
„Modernes Reisen. Theodor Fontane unterwegs“
Fontane-Lesung mit begleitender Cello-Livemusik

Mittwoch, 12. September, 19.00 Uhr
Theatermuseum, Prinzenstraße 9
Dr. Petra Dollinger (München)
„Theodor Fontane und die Literaturlandschaft Harz“

Mittwoch, 10. Oktober, 19.00 Uhr
Theatermuseum, Prinzenstraße 9
Prof. Dr. Roland Berbig (Berlin)
„Gedoppeltheit des Daseins. Zeitungs- u. Pressewelten des Schriftstellers Theodor Fontane“

Mittwoch, 14. November, 19.00 Uhr
Theatermuseum, Prinzenstraße 9
Prof. Dr. Thomas Vogtherr (Osnabrück)
„Der deutsche Krieg von 1866“ – Fontanes Bericht
über den preußisch – österreichischen Krieg

 

 

 

 

Fontane-Kreis Leipzig

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18.00 Uhr
Dr. Lothar Weigert (Berlin) und Klaus-Peter Möller (Potsdam):
Schmalhansküchenmeisterstudien –
Theodor Fontane und die Deutsche Schillerstiftung

Mittwoch, 28. November 2018, 18.00 Uhr
Robert Rauh (Berlin):
Fontanes Frauen – Lesung aus dem Buch
Die Veranstaltungen des Fontane-Kreises Leipzig finden in der Leipziger
Stadtbibliothek, Veranstaltungsraum „Huldreich Groß“,Wilhelm-Leuschner-Platz
10-11 statt.

 

 

 

Sektion Ruppin

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.00 Uhr
Fontane-Buchhandlung
Robert Rauh (Berlin):
Lesung aus seinem neuen Buch Fontanes Frauen
Dezember 2018
Jahresabschlussfeier mit Lesung von Fontane-Texten

 

 

Sektion Schleswiger Land 

Auch in der 2. Hälfte des Jahres 2018 werden wir uns mit Fontanes Zeitgenossen beschäftigen und uns auf das Jubiläumsjahr 2019 vorbereiten. Referenten und Termine werden zu später auf der Homepage der Theodor Fontane Gesellschaft bekanntgegeben.

 

 

Fontane-Kreis Zeuthen

Samstag, 8. September 2018, 15.00 Uhr
DESY Zeuthen, Platanenallee 6, Seminarraum III:
Dr. Harald Hohnsbehn (Sörup):
Fontane in der Schule heute und morgen.
Über die „Abi-Box 2018“ (Niedersachsen) und erste
Erfahrungen mit ihr im gymnasialen Literaturunterricht.
Vortrag und Gespräch mit Lehrern, Schülern, Interessenten.

Dienstag, 16. Oktober oder Mittwoch, 17. Oktober 2018:
Auf Fontanes Spuren nach und durch Leipzig.
Busexkursion nach besonderem Plan.
Interessenten, die gern mitkommen und Genaueres wissen
möchten, wenden sich bitte an Christine Runge,
Käthe-Kollwitz-Str. 25, 15711 Königs Wusterhausen
(oder per Mail an christine_runge@)t-online.de)

Freitag, 23. November 2018, ab 15.00 Uhr
Ausbildungshotel am Zeuthener See, Zeuthen, Fontaneallee 10:
Jahresausklang
Dr. Gotthard Erler (Herausgeber) plaudert aus dem Nähkästchen
über den von ihm und seiner Frau Therese vorbereiteten,
im nächsten Jahr erscheinenden Ehebriefwechsel zwischen
Theodor und Emilie Fontane in einem Band (angefragt).
Die Planung der Vorhaben ist noch im Gange.
Einzelheiten werden Sie per Post und übers Internet rechtzeitig
von uns erfahren.

28. Jahrestagung der Theodor Fontane Gesellschaft in Dresden

VOM 21. BIS 23. SEPTEMBER 2018 IN DRESDEN

 

Fontane und Dresden

 

Tagungsort

Dreikönigskirche,

Sakrales Veranstaltungszentrum in der Dresdner Neustadt,

Hauptstraße 23, 01097 Dresden

(Nähe Bahnhof Dresden-Neustadt)

 

Vorläufiges Tagungsprogramm

(Änderungen vorbehalten)

Freitag, 21. September 2018

ab 13.30 Uhr

Anmeldung im Tagungsbüro

14.30 Uhr

Mitgliederversammlung und Vorstandswahl

Tagesordnung

  1. Feststellung der satzungsgemäßen Einladung und der Tagesordnung
  2. Rechenschaftsbericht des Vorstands, Vorhaben
  3. Bericht der Schatzmeisterin
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Aussprache
  6. Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfer
  7. Haushalt 2018
  8. Ernennung des Ehrenpräsidenten
  9. Wahl des/der Vorsitzenden, Wahl des Vorstands und der Kassenprüfer
  10. Konstituierung des neuen Vorstands
  11. Schlusswort des/der neuen Vorsitzenden

17.00 Uhr

Kaffeepause

17.30 Uhr

Begrüßung und Eröffnung der 28. Jahrestagung: Vorsitzende/r der Theodor Fontane Gesellschaft

18.00 Uhr

Abendvortrag

Prof. Dr. phil. habil. Gudrun Loster-Schneider, Dresden/Mannheim: ‚Typisch Fontane?‘ – oder: von ‚ausgesprochenen Sachsen‘, ‚in der Wolle gefärbten Preußen‘, ‚echten Oberländern‘ und anderen Wahrnehmungsrisiken

19.30 Uhr

Gemeinsames Abend-Buffet im Restaurant der Dreikönigskirche

Sonnabend, 22. September 2018

10.00 Uhr

Anlegestelle der Sächsischen Dampfschifffahrt Dresden am Terrassenufer unterhalb der Brühlschen Terrasse: Schifffahrt mit einem Raddampfer auf der Elbe bis Schloss Pillnitz, vorbei an den drei Elbschlössern (Schloss Albrechtsberg, Ligner-Schloss, Schloss Eckberg), in Pillnitz gemeinsames Mittagessen und anschließend Besichtigung und Führung Schloss und Parkanlagen Pillnitz; Weiterfahrt mit Bussen Richtung Loschwitz und mit einer der ältesten Standseilbahnen Europas (1895) auf die Loschwitzhöhe mit dem Villenvorort Weisser Hirsch (ca. 200 Villen!). Kaffee im Traditionsrestaurant „Luisenhof“ mit Panoramablick auf Dresden und das Elbtal, Fahrt durch das beliebte und prominente Wohnviertel (Fontane weilte dort mit Frau Emilie im Mai und Juni 1898) und Rückfahrt ins Stadtzentrum.

ca. 17.30 Uhr

Ankunft an den Hotels

20.00 Uhr

Besuch einer Theateraufführung im Societätstheater an der Dreikönigskirche (erstes bürgerliches Theater Dresdens, heute moderne Bühne in barockem Gebäude) „Eines langen Tages Reise in die Nacht“

Sonntag, 23. September 2018

10.00 Uhr

Stadtbesichtigung mit Führung in der Dresdner Altstadt

12.00 Uhr

Ende der Jahrestagung

 

Tagungsstätte

Die Dreikönigskirche liegt zentral in der vom Goldenen Reiter an der Augustusbrücke beginnenden und bis zum Albertplatz reichenden Hauptstraße der Dresdner Neustadt, in der sich historische und moderne Architektur mit parkartig gestalteten Freiflächen und Platanen zu einem Boulevard verbinden.

Vom Neustädter Bahnhof ist diese fußläufig in 10 bis 15 Minuten gut zu erreichen. In zwei Hotels in unmittelbarer Nähe der Tagungsstätte sowie einem Hotel in der Altstadt konnten optionale Reservierungen eingerichtet werden.

An der Stelle des heutigen Kirchengebäudes wurde bereits 1421 eine Kirche in „Altendresden“ mit dem Namen Zu den Heiligen Drei Königen erwähnt. Durch den Großbrand von 1685 wurde mit großen Teilen von Altendresden auch diese Kirche vernichtet. Das dann wiederaufgebaute Gotteshaus fiel schon bald den Bauplänen Augusts des Starken zum Opfer, der dort seine Neue Königliche Stadt bauen ließ. So entstand nach Plänen u. a. von Pöppelmann an der neuen Prachtstraße bis 1738 die neue, barocke Dreikönigskirche mit Platz für 3000 Gläubige. Der Turm kam erst 100 Jahre später dazu. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg blieb nur die Turmkapelle erhalten und in Nutzung, bis 1977 der Wiederaufbau begann – äußerlich originalgetreu, im Inneren als völlig neu gestaltet und 1990 als Haus der Kirche Dresden mit 460 Plätzen für Gottesdienste und Konzerte, aber auch Räumen für Tagungen und Ausstellungen eingeweiht.

 

Tagungsbüro

Das Tagungsbüro wie auch unser Tagungssaal befinden sich in der 2. Etage des Kirchengebäudes. Dort begrüßen wir Sie ab 13.30 Uhr zur Anmeldung. Vom Eingang aus der Hauptstraße und dem Foyer – dort findet sich ein nette Café – gelangen Sie auch mit dem Lift zu unserem Tagungsraum und zum Tagungsbüro. An der Rückseite der Kirche befindet sich der Eingang zum neobarocken Turm – ein Aufstieg ist durchaus zu empfehlen, bietet die Rundsicht aus 87,5 m Höhe für 3 Euro Eintritt einen schönen Ausblick auf die historische Altstadt und bis zum Elbsandstein- und Osterzgebirge.

 

Tagungsgebühren

Die Tagungsgebühren enthalten am Freitag die Kaffeepause, das abendliche Eröffnungsprogramm sowie am Sonntag die Stadtführung in der Dresdner Altstadt und betragen für:

  • Mitglieder: 52,00 EUR
  • Studentische Mitglieder: 25,00 EUR
  • Nichtmitglieder: 62,00 EUR

Für die Teilnahme am Rahmenprogramm entstehen die folgenden Kosten:

  • Abendessen am Freitag, den 21.09.18: 28,00 EUR
  • Exkursion am Samstag, den 22.09.18 incl. Schiff-, Bus-u. Standseilbahnfahrten, Eintritt u. Führungen in Pillnitz, Mittagessen, Nachmittagskaffee: 81,00 EUR
  • Theateraufführung (begrenzte Platzkapazität!): 16,00 EUR

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühren sowie Kosten für die Teilnahme an Rahmenveranstaltungen entsprechend Ihrer Anmeldung bis spätestens 15. August 2018 auf unser Konto

  • IBAN: DE91 1605 0202 1730 0163 20 
  • BIC: WELADED1OPR bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin
  • Kennwort: „28. Jahrestagung Dresden“

 

Rücktritt von der Anmeldung

Laut Vorstandsbeschluss vom 20. November 1998 gelten bei Stornierung der Anmeldung die folgenden Fristen und Kostenregelungen:

  • Früher als einen Monat vor Tagungsbeginn: Einbehalt von 10%
  • Weniger als einen Monat vor Tagungsbeginn: Einbehalt von 50%
  • Weniger als eine Woche vor Tagungsbeginn: Keine Rückerstattung

 

Unterkünfte

Für unsere Jahrestagung konnten wir über die Dresden-Information Zimmerkontingente in den folgenden Hotels optional reservieren. (Bitte buchen Sie im gewünschten Hotel unter dem Kennwort „Fontane-Gesellschaft 2018“)

Es handelt sich um das

  • Hotel Martha, Nieritzstraße 11, 01097 Dresden
    EZ 86 EUR, DZ 121 EUR, zzgl. Beherbergungssteuer
    zahlbar vor Ort
    Tel. 0351-81760, Email rezeption@hotel-martha-dresden.de;
    Abruf bis 15. Juli 2018
  • Hotel Bayrischer Hof, Antonstr. 33-35, 01097 Dresden
    EZ 95 EUR, DZ 130 EUR, zzgl. Beherbergungssteuer
    Tel. 0351-829370, Email info@bayerischer-hof-dresden.de;
    Abruf bis 23.07.2018
  • Hilton Hotel & Resorts, An der Frauenkirche 5, 01067 Dresden
    EZ 120 EUR, DZ 145 EUR, zzgl. Beherbergungssteuer
    Tel. 0351-8642776, Email: info@hiltondresden.com
    Abruf bis 13.07.2018

Die Preise verstehen sich incl. Frühstück.

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten über: Dresden-Information, Tel. 0351-501501

 

Foto: Kolossos (CC BY-SA 3.0)

Fontane-Kreis Leipzig: Schneiden, Kleben, Skizzieren – Theodor Fontanes Notizbücher

Vortrag von Dr. Gabriele Radecke in der Leipziger Stadtbibliothek am 25. April 2018

Text: Matthias Grüne
Foto: Monika Stoye

Die bekannteste Fotographie Fontanes zeigt ihn in einer Pose, wie wir sie vom Dichter erwarten würden: am Schreibtisch sitzend, den Stift in der Hand, offenbar bereit, den nächsten Einfall sogleich zu notieren, den Blick erhoben und ins Unbestimmte gerichtet. Ein etwas anderer Fontane wurden den Zuhörern präsentiert, die am 25. April in großer Zahl in die Leipziger Stadtbibliothek gekommen waren, um einen Vortrag von Gabriele Radecke über Fontanes Notizbücher zu hören. Denn in den 67 kleinformatigen Büchlein, die Fontane zwischen 1859 und Ende der 1880er Jahre geführt hat, begegnet man weniger dem Schreibtisch-Autor als dem Wanderer und Reisenden, der allerlei Eindrücke und Informationen zu späterem Gebrauch festhält; man begegnet auch dem Theaterjournalisten, der sich noch in den Aufführungen Notizen über Stück und Schauspieler macht, lernt dazu Fontane als recht passablen Zeichner kennen, dem offenbar daran gelegen ist, seine visuellen Eindrücke von den besuchten Plätzen und den geschauten Gegenständen möglichst genau festzuhalten; schließlich erfährt man, dass der Dichter nicht nur mit der Schreibfeder, sondern auch mit Schere und Klebstoff umzugehen weiß und sich nicht scheut, Blätter herauszutrennen oder Ausschnitte einzukleben, um mit diesem Material weiterarbeiten zu können.

„Schneiden, Kleben und Skizzieren“ war dann auch die Überschrift, unter der die Referentin ihren Vortrag gestellt hatte. Gabriele Radecke, Leiterin der Theodor Fontane-Arbeitsstelle an der Georg-August-Universität Göttingen, arbeitet seit 2011 mit ihrem Team an einer genetisch-kritischen Hybrid-Edition, für die erstmals alle Notizbuchniederschriften erschlossen, editorisch aufbereitet und als eigenständiges Textkorpus im Internet kostenfrei zugänglich gemacht werden; verschiedene Ansichtsmöglichkeiten werden dann dem Nutzer zur Verfügung stehen: die digitalisierten Manuskriptseiten, eine sehr präzise, auch die räumliche Anordnung berücksichtigende Transkription und schließlich eine edierte Fassung, die parallel auch in Buchform erscheint. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen entsteht und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft großzügig gefördert wird, steht unmittelbar vor dem Abschluss, erste Ergebnisse können auf der Seite https://fontane-nb.dariah.eu/index.html bereits eingesehen werden.

Was für ein enormer Aufwand hinter dieser Edition steht, konnten die Zuhörer in der Leipziger Stadtbibliothek freilich allenfalls erahnen. Denn Radecke verzichtete weitgehend darauf, den Entstehungsprozess einer maschinenlesbaren Transkriptionsfassung zu erläutern und ihr Publikum in das Dickicht der Metadaten-Wälder zur führen – obwohl das Editionsprojekt gerade auf diesem Gebiet Pionierarbeit leistet und bereits jetzt zu einem Referenzmodell für künftige digitale Editionen geworden ist. Die Referentin nutzte stattdessen die Gelegenheit, den Notizbuchschreiber Fontane in möglichst vielen Facetten vorzustellen. Dass es ihr dabei ausgezeichnet gelang, das Interesse der Zuhörer für diesen doch wenig bekannten Teil des Fontane`schen Werkes zu wecken, zeigte sich anschließend in einer lebhaften Gesprächsrunde. Beflügelt wurde die Diskussion wohl auch durch die freudige Aussicht darauf, mit Abschluss des Editionsprojektes bald selbst auf eine Entdeckungsreise durch die Notizbücher gehen zu können.

Zusatzveranstaltung in Zeuthen: Vortrag von Georg Bartsch

Mit Theodor Fontane über die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor.

Vortrag von Georg Bartsch mit Bildprojektionen

Die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor in Berlin gehören zu den kulturhistorisch bedeutendsten der Stadt. Bei unserem Spaziergang über diese Friedhöfe begegnen wir Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Dabei geht es meist weniger um diese selbst, sondern darum, wie Theodor Fontane sie beschrieb, ihnen begegnete, oder in seinen Werken unsterblich machte. Wir erfahren also viel über Fontane als Romancier, Wanderer durch die Mark Brandenburg und großen Briefschreiber. Freuen sie sich auf einen unterhaltsamen, kurzweiligen Vortrag mit vielen Bildern.

Samstag, 17. Februar 2018, 15 Uhr

DESY Zeuthen, Platanenallee 6

Fontane-Kreis Zeuthen

 

 

Veranstaltungen der Sektionen und Freundeskreise im 1. Halbjahr 2018

 

Sektion Berlin-Brandenburg
Fontane-Kreis Franken
Theodor Fontane-Kreis Hannover
Fontane-Kreis Leipzig
Sektion Ruppin
Sektion Schleswiger Land
Fontane-Kreis Zeuthen

 

 

 

Sektion Berlin-Brandenburg

Donnerstag, 04. Januar 2018, 17:00 Uhr
Fontane-Dinner
Hotel Steglitz International – Albrechtstraße 2 – 12165 Berlin (Nähe S- / U-Bf. Steglitz)
Prof. Dr. Peer Trilcke (Potsdam):
Gelegenheit macht Dichter. Geburtstagsgedichte von und an Fontane
Kostenbeitrag Vortrag und Fontane-Dinner 38 € pro Teilnehmer
Anmeldung bis 15.12.2017 durch Überweisung auf das Konto der Sektion Berlin-Brandenburg
IBAN: DE04 1005 0000 1210 0613 05 – Berliner Sparkasse  –  Kennwort: ´Fontane-Dinner´

Dienstag, 06. Februar 2018, 18:00 Uhr 
Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf, Grunewaldstraße 3 (neben dem Rathaus Steglitz)
Dr. Jana Kittelmann (Berlin):
Die literarische Verwandtschaft von Berthold Auerbach und Theodor Fontane

Dienstag, 06. März 2018, 18:00 Uhr
Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf, Grunewaldstraße 3 (neben dem Rathaus Steglitz)
Robert Rauh (Berlin):
Fontanes fünf Schlösser – alte und neue Geschichten aus der Mark Brandenburg

Dienstag, 10. April 2018, 18:00 Uhr
Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf, Grunewaldstraße 3 (neben dem Rathaus Steglitz)
Dr. Petra Dollinger (München):
Theodor Fontane und die Berliner Salons

Montag, 07. Mai 2018, 18:00 Uhr
Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf, Grunewaldstraße 3 (neben dem Rathaus Steglitz)
Dr. Carmen Aus der Au (Zürich):
Der Kunstkritiker Theodor Fontane

04. Juni bis 07. Juni 2018 (Mo-Do)
Theodor Fontanes „Sommerfrische“ im Hirschberger Tal
Busexkursion u. a. nach Hirschberg, Warmbrunn, Krummhübel, Schmiedeberg, Agnetendorf
Reiseleitung und Information: Hr. Pahn (030-3755224)

 

 

 

Fontane-Kreis Franken

Dienstag, 23. Januar 2018, 19.30 Uhr
Volkshochschule Erlangen, Friedrichstrasse 19
Günter Rieger (Neuruppin):
Auf den Spuren Fontanes durch die Grafschaft Ruppin

Dienstag, 20. Februar 2018, 19.00 Uhr
Dinner in Erinnerung an Fontanes Geburtstag
Nähere Angaben werden durch Einladung mitgeteilt

Dienstag, 20. März 2018, 19.30 Uhr
Volkshochschule Erlangen, Friedrichstrasse 19
Gabriele Meuer (Hannover):
„…aber von den ‘Gedichten’ wird manches bleiben“
Theodor Fontanes Balladen

Dienstag, 15. Mai 2018, 19.30 Uhr
Volkshochschule Erlangen, Friedrichstrasse 19
Prof. Dr. Klaus Kastner (Nürnberg):
E.T.A. Hoffmann – seine Bamberger Zeit

 

 

 

 

 

Theodor Fontane-Kreis Hannover

Samstag, 13. Januar 2018, 15.00 Uhr
Leonardo Hotel am Tiergarten
Klaus Rathert (Celle): „Der Alte Fontane“

Mittwoch, 14. Februar 2018, 19.00 Uhr
Theatermuseum, Prinzenstraße 9
Dr. Annette Seemann (Weimar):
Zwischen Theodor Fontane und Thomas Mann:
Gabriele Reuters subjektiver Realismus

Mittwoch, 14. März 2018, 19.00 Uhr
Theatermuseum, Prinzenstraße 9
Prof. Dr. Hubertus Fischer (Berlin):
Museum im Kopf – Fontane und die europäische Malerei

Mittwoch, 11. April, 19.00 Uhr
Theatermuseum, Prinzenstraße 9
Anna Grüßing (Hannover): Theodor Fontane: Vor dem Sturm
„der schönste deutsche Geschichtsroman“ aus dem Winter 1812 auf 13

Samstag/Sonntag, 26./27. Mai 2018
Start und Ankunft: ZOB Hannover
Kulturreise Schloss Lütetsburg / Norden:
„Auf den Spuren Fontanes“

 

 

 

 

Fontane-Kreis Leipzig

Mittwoch, 17. Januar 2018, 19.00 Uhr
Fontane-Geburtstagsfeier des Fontane-Kreises
(auf Einladung)

Mittwoch, 14. Februar 2018, 18.00 Uhr
Klaus-Peter Möller (Potsdam):
Vom Scheitern eines realistischen Konzepts an der Realität –
Bausteine zur Rezeptionsgeschichte von Effi Briest

Mittwoch, 25. April 2018, 18.00 Uhr
Dr. Gabriele Radecke (München):
Schneiden, Kleben, Skizzieren – Theodor Fontanes Notizbücher

Mittwoch, 06. Juni 2018, 18.00 Uhr
„Der Lokus im Levkojenbeet“ – Fontanes Erlebnisse in der
Sommerfrische und auf Reisen
Lesung mit Schauspielern des Teutschen Theaters Teutschental

Die Veranstaltungen des Fontane-Kreises Leipzig finden in der Stadtbibliothek, Veranstaltungsraum „Huldreich Groß“, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11 statt.

 

 

 

 

 

Sektion Ruppin

Für das Jahr 2018 können zur Zeit noch keine konkreten Termine bekannt gegeben werden, da der Sektionsleiter aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, sich um die Organisation zu kümmern. Anfang 2018 wird es auf jeden Fall einen erneuten Besuch des Museums Barberini in Potsdam geben. Die aktuelle Ausstellung zu Kunst in der DDR wird sicher Interesse finden, auch wenn sie nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit Fontane steht. Der genaue Termin sowie die weitere Planung für das I. Halbjahr 2018 wird den Mitgliedern demnächst in persönlichen Briefen mitgeteilt.

 

 

 

Sektion Schleswiger Land 

In den ersten Monaten des Jahres 2018 wird die Vortragsreihe zu Zeitgenossen Theodor Fontanes fortgesetzt werden. Wir werden Vorträge zu Friedrich Spielhagen und Gustav Freytag und ihren Werken anbieten. Referenten sowie Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt auf der Homepage der Theodor Fontane Gesellschaft bekanntgegeben.

 

 

 

Fontane-Kreis Zeuthen

 

Und dies erwartet Sie im I. Quartal 2018:

  • Samstag, 20.01. 2018, 15.00 Uhr, DESY Zeuthen, Platanenallee 6, Seminarraum III: Frau Dr. Jana Kittelmann (Halle): Theodor Fontane und Fanny Lewald in und über Schottland. Vortrag.
  • Samstag, 17.02.2018, 15.00 Uhr, DESY Zeuthen, Platanenallee 6: Herr Georg Bartsch: Mit Theodor Fontane über die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor. Vortrag mit Bildprojektionen
  • Samstag, 17. 03. 2018, 15.00 Uhr, DESY Zeuthen, Platanenallee 6, Seminarraum III: Robert Rauh (Berlin): Fontanes Fünf  Schlösser. Alte und neue Geschichten aus der Mark Brandenburg. Buchvorstellung, Lesung, Buchangebot.

Für das II. Quartal sehen wir im April eine Oderlandfahrt vor, die uns, angeregt von Frau Dr. Swillus-Baumann und begleitet von Herrn Volker Panecke (Eichwalde), Mitverfasser des Büchleins Louis Henri Fontane. Leben und Schicksal eines Dichtervaters, nach Freienwalde und Schiffmühle/ Neutornow zum Nordrand des Oderbruchs führen wird. Im Juni, wohl am 06. 2018, werden wir das 1. Halbjahr mit dem 20. Zeuthener Fontanetag beenden. Er wird sich dem Roman Frau Jenny Treibel widmen Die Planung der Vorhaben ist noch im Gange. Über die verbindlichen Termine und Weiteres werden wir Sie zu Anfang nächsten Jahres informieren.

 

Schottland-Reise auf Fontanes Spuren „Jenseit des Tweed“ vom 06.06. bis 15.06.2017

Anlass unserer Busreise war die zweitägige Fontane-Tagung der Universität St Andrews, die wir mit Fontanes Schottlandreise von 1858 verbinden wollten. So dienten seine Reiseberichte und Briefauszüge, die wir unterwegs im Reisebus und vor Ort vortrugen, der Information und dem Vergleich mit der Gegenwart. – Obwohl wir sehr früh in Berlin starteten, erreichten wir  nach vielen verkehrstechnischen Hindernissen Amsterdam erst kurz vor Abfahrt der Fähre. Bei Windstärke von 8 bis 9 erfolgte dann die Überfahrt nach Newcastle. Von dort fuhren wir zum Flodden Battlefield, wo die Schotten 1513 den letzten großen Kampf gegen die Engländer verloren. „Der Tag von Floddenfield war der eigentliche Sterbetag Schottlands“ (Fontane). An Edinburgh vorbei fuhren wir nach Kinnross und setzten bei herrlichem Wetter mit dem Boot über zum Loch Leven Castle, wo Maria Stuart 1567 gefangen gehalten wurde. Unser Tagesziel war natürlich St Andrews, die malerische Kleinstadt an der Ostküste Schottlands. Sie wurde 1620 zur königlichen Stadt erkoren und ist vor allem für ihre traditionsreiche Universität und als Heimat des Golfsports berühmt. Die 1413 gegründete Universität ist die älteste Universität Schottlands und drittälteste Großbritanniens. Sie gilt bis zum heutigen Tag zusammen mit Oxford und Cambridge als eine der Elite-Universitäten des Vereinigten Königreichs.

Am nächsten Tag nahmen wir 22 Reisende mit weiteren Gästen an der wissenschaftlichen Tagung „Der Fontane Ton: Stil im Werk Theodor Fontanes“ teil. Die Universität St Andrews hatte dazu unter Federführung von Dr. Andrew Cusack und Dr.Michael White vom dortigen „Department of German“ 12 Referenten aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien eingeladen. Zur Erinnerung: St Andrews hat die erste monographische Studie zu Fontane verfasst. Die Tagung fand in der ehemaligen „Parliament Hall“ statt und wir erlebten interessante und anregende Beiträge aus der Fontaneforschung. Gekrönt wurde dieser Tag dann noch durch das festliche Abendessen in der “College Hall“, einem historischen Festsaal der Universität. Am folgenden Tag mussten wir leider nach dem Mittagsimbiss die Tagung verlassen, da unser Reise-Pensum drängte. Wir fuhren an der Bridge of Tay vorbei nach Perth, wo John Knox 1559 mit seiner Predigt die schottische Reformation auslöste und worüber Walter Scott seinen Roman „Das schöne Mädchen von Perth“ schrieb.

Die „schönen Mädchen“ von Perth

Anschließend besuchten wir Scone Palace, den alten Sitz der Könige Schottlands. An Blair Castle vorbei fuhren wir in die Highlands. Nach einer Übernachtung in Newtonmore besichtigten wir Culloden-Moor, „das berühmte Schlachtfeld, auf welchem die Stuarts, nachdem sie dreimal den Versuch ihrer Wiedererhebung gemacht hatten, endlich für immer unterlagen.“ Nach einem kurzen Stadtgang in Inverness –   durch Victoria Market und auf die ehemalige Burgstätte, wo einst König Duncan I. und Macbeth stritten –, fuhren wir mit dem Bus entlang des Kaledonischen Kanals und mit dem Schiff auf dem Loch Ness zum malerisch gelegenen Urquhart Castle, eine ruinöse aber beeindruckende Festung. Unsere Busreise führte danach weiter über Fort Augustus mit seiner Schleusentreppe nach Oban an die Westküste Schottlands.

Am nächsten Tag setzten wir mit der Fähre über zur Insel Mull, die wir von Ost nach West durchquerten. Unterwegs erfuhren wir, dass wir unser ersehntes Ziel, die Basaltinsel Staffa, wegen zunehmenden Windes und Regens leider nicht anfahren können. So blieben wir länger auf der geschichtsträchtigen Hebriden-Insel Iona. Hier landete 563 der irische Mönch Columban mit seinen Gefährten und brachte das Christentum nach Schottland. Iona war Begräbnisstätte der frühen Könige von Schottland, hier ruhen auch König Duncan und sein Mörder Macbeth. Am folgenden Tag reisten wir nach Stirling und Linlithgow. Stirling Castle imponiert durch seine Lage auf einem Felsenhügel und durch seine reiche Geschichte. Mehrere Schlachtfelder, u. a. „jenes Feld von Bannockburn, das noch jetzt in Liedern klingt“, liegen im Umfeld. Unweit des Schlosses befindet sich „The Church of Holy Rude“, eine der schönsten mittelalterlichen Kirchen Schottlands. 1543 wurde hier die neun Monate alte Maria Stuart zur Königin gesalbt. Als sie 1567 abdanken musste, wurde ihr einjähriger Sohn unter dem Namen Jakob VI. ebenfalls in dieser Kirche durch John Knox zum schottischen König gekrönt. – Schloss Linlithgow ist der Geburtsort von Maria Stuart. Die gut erhaltene, vierflügelige Schlossruine besitzt im Hof einen sehenswerten, figurenreichen Brunnen und bietet vom Margareten-Turm eine weite Sicht in das Umland. Ziel des nächsten Tages war Edinburgh. Mit ca. einer halben Million Einwohner ist es Schottlands zweitgrößte Stadt und Sitz des Schottischen Parlaments. Natürlich waren wir im Holyrood Palace, liefen die Royal Mile entlang zum John Knox House, zur St Giles´ Cathedral, zum Midlothian Mosaik und schließlich zum Edinburgh Castle. Alles war sehr beeindruckend und geschichtsträchtig, es hier zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen.

– Unser Rückreisetag begann mit einem Besuch im Walter Scott House in Abbotsford. Das direkt am Tweet gelegene Anwesen wird von einem gemeinnützigen Trust verwaltet, der die Ausstellung übersichtlicher gestaltete als Fontane sie nach seinem Besuch 1858 beschrieb. Die deutschsprachige Führung durch Abbotsford House&Garten wird uns in guter Erinnerung bleiben. Von dort war es nur ein kurzer Weg nach Melrose. „Melrose war ein Zisterzienser-Kloster und größer, reicher, schöner als irgendeine andere Abtei im Lande.“ Das mehrmals zerstörte Kloster ist umgeben von einem alten Friedhof und hat seinen besonderen Reiz bewahrt. „Und willst du des Zaubers sicher sein, so besuche Melros‘ bei Mondenschein;

die goldne Sonne, des Tages Licht, die passen zu seinen Trümmern nicht“, dichtete einst Theodor Fontane. Wir aber mussten weiterfahren zur Fähre, die uns von Hull nach Rotterdam brachte. Die Busfahrt nach Berlin wurde durch zahlreiche Baustellen und zu viele Lastwagen behindert! Wir erreichten unser Ziel mit Verspätung, aber auch mit vielen eindrucksvollen Erlebnissen, begleitet von Fontane-Texten aus „Jenseit des Tweet“.

Fontane-Kreis Leipzig: Fontanes Roman „Der Stechlin“ und der Stechlinsee

Text: Matthias Grüne
Foto: Petra Hesse

Günter Rieger

Es ist nicht bekannt, wann zum letzten Mal der rote Hahn aus dem Stechlinsee aufgestiegen ist und laut in das Land hinein gekräht hat. Diese seltsame Erscheinung, so schreibt es Theodor Fontane in seinem letzten Roman, ist immer dann zu sehen, wenn es irgendwo in der Welt gärt und brodelt. Dann kündet der rote Hahn tief in der Brandenburgischen Provinz von den ungeheuren Vorgängen und Verschiebungen da draußen. Nun ist die Gegenwart nicht arm an Ereignissen von dieser Tragweite, an Erschütterungen alter Gewissheiten und stabil geglaubter Verhältnisse. Es würde also nicht verwundern, den roten Hahn vom Stechlin wieder krähen zu hören.

Etwas mehr als 100 Jahre nach Vollendung des Romans lässt sich gut nachvollziehen, was Fontane an der Legende vom Stechlinsee fasziniert hat: Die Anzeichen fundamentalen Wandels in einer stillen Gegend, die sich scheinbar jeder Veränderung widersetzt, das unvermittelte Einbrechen der großen in die kleine Welt, die sinnbildliche Unmöglichkeit, sich dem Gang der Geschichte zu entziehen. Vielleicht ist es diese Mischung von Anhänglichkeit an Bewährtem, Einsicht in die Notwendigkeit von Veränderung und Angst vor einer ungewissen Zukunft, die die Gegenwart mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert verbindet; und vielleicht liegt in dieser geteilten Erfahrung der Grund für die Aktualität von Fontanes Alterswerk.

Von der ungebrochenen Anziehungskraft des Werkes jedenfalls zeugte die außergewöhnlich große Zahl an Zuhörern, die sich am 13. September 2017 zum Vortrag „Der Stechlin – Theodor Fontanes großes Werk“ in der Leipziger Stadtbibliothek einfand. Der Referent, der Verleger Günter Rieger aus Neuruppin, enttäuschte die Erwartungen nicht. In einer angenehm kolloquialen Weise führte er die Hörer in die Romanwelt ein, rief die wichtigsten Figuren und Ereignisse der Handlung in Erinnerung und scheute dabei auch nicht vor kleineren Abstechern in die Entstehungs- und Editionsgeschichte zurück. Den Höhepunkt des Vortrags sparte sich Rieger freilich bis zum Schluss auf: Eine Reihe ansprechender Fotos führte die Zuhörer nun auch visuell in den „Norden der Grafschaft Ruppin“ an den See „Stechlin“. Hier konnte der Referent nun ganz aus seiner Lokalkenntnis schöpfen und Fontanes Faszination für den See verständlich machen.

Zugleich schien bei dem virtuellen Gang um den heutigen See noch eine interessante historische Parallele zur Fontanezeit auf, der nachzugehen man sich fast noch mehr Raum und Zeit gewünscht hätte: Der See ist nämlich nicht nur ein Paradies für Badegäste und Taucher, sondern seit Jahren auch eine wichtige Forschungsstätte. Wissenschaftler messen in schwimmenden Laboren auf dem See die Auswirkungen des Klimawandels auf die Binnengewässer. Wenn es also auch kein roter Hahn ist, der aufsteigt, so zeigt sich doch am See Stechlin heute noch, wie die kleine und die große Welt zusammenhängen und wie unsichtbare Veränderungen, die zunächst weit weg scheinen, mit einmal sichtbar und ganz nah an einen heranrücken.

Veranstaltungstipp für Neuruppin: Literarische Briefgespräche zwischen Theodor Fontane und Theodor Storm

10.10.2017, 18 Uhr, Vortrag

„Als hätten wir was aneinander versäumt“.
Literarische Briefgespräche zwischen Theodor Fontane und Theodor Storm

Dr. Gabriele Radecke, Theodor Fontane-Arbeitsstelle Göttingen

Veranstalter und Ort: Museum Neuruppin

„Die Themenabende zu Theodor Fontane, im Rahmen von fontane.200, gehen in die nächste Runde. Nach der Sommerpause laden wir Sie herzlich zu der Veranstaltung ‚Als hätten wir was aneinander versäumt‘ – Literarische Briefgespräche zwischen Theodor Fontane und Theodor Storm von Dr. Gabriele Radecke ein. Der Namensvetter Storm feiert in diesem Jahr sein 200. Jubiläum.

Frau Dr. Radecke geht in ihrem Vortrag auf die literarische Dimension des Briefwechsels ein, die in der Rezeption bis heute vernachlässigt wurde. Darüber hinaus wird die Leiterin der Theodor Fontane-Arbeitsstelle (Universität Göttingen) und Herausgeberin der Großen Brandenburger Ausgabe der Werke Theodor Fontanes Einblicke in ihre editorische Arbeit geben und die wichtigsten Ergebnisse ihrer Recherche, auch aus Fontanes Notizbüchern, vorstellen.“

Call for Papers: Fontane und seine Zeitgenossen

CALL for PAPERS

Fontane-Kreis Großbritannien und Irland, Spring 2018

‘Fontane and his Contemporaries’/ ‘Fontane und seine Zeitgenossen’

Offers of papers are invited for the annual Spring Colloquium/Frühjahrstagung in London

This will take place on Friday 16 March, 2018, at the German Historical Institute, Bloomsbury Square, London.

Papers (in English or German) can be on Theodor Fontane, and/or contemporary writers/subjects, or on comparative topics. Presentations on work in progress will also be considered.

Proposals should be sent to Dr Patricia Howe, e-mail: howepa12@outlook.com

by 1 DECEMBER, 2017

ANMELDUNG BIS AUGUST: 27. Jahrestagung der Theodor Fontane Gesellschaft in Rostock

22. BIS 24. SEPTEMBER 2017 IN ROSTOCK

 

„Von der Wasserseite her präsentiert sich Rostock am besten“ und „… Warnemünde, seinem Renommee nach eine Art Aschenputtel unter den Badeplätzen, ist gar so übel nicht“ befand seinerzeit Theodor Fontane, als er im Juli 1870 mit seiner Familie an die Ostsee gefahren war.

Für ihn verbanden sich wie so oft auf seinen Reisen das Sammeln von Eindrücken, das möglichst ungestörte Arbeiten an Manuskripten und die Erholung auch in diesem Falle – so galten seine Besuche in Rostock wohl nicht zuerst dem damals größten aller Ostseehäfen, sondern mit Dr. Friedrich Witte und Dr. Karl Eggers zwei bedeutenden Einwohnern und Senatoren der damals rund 30 000 Bürger zählenden alten Hansestadt. Beider Bekanntschaft rührte aus gemeinsamer Zeit in Berlin her, wo Friedrich Witte das Apothekerhandwerk in der Polnischen Apotheke erlernte, als Fontane dort als 2. Rezeptar tätig war. Ihre Freundschaft aus dieser Zeit sollte lebenslang halten, auch als Witte längst ein erfolgreicher Unternehmer und pharmazeutischer Fabrikant war. Und wie in ihrem Falle auch ergab sich außerdem der Kontakt zu dem niederdeutschen Lyriker, Literaturhistoriker und Juristen Karl Eggers im „Tunnel über der Spree“, dem literarischen Sonntagsverein, in dem ebenso dessen Bruder Friedrich Eggers, Professor an der Akademie der Künste, verkehrte.

Für Erholung stand Warnemünde, wo man sich in Hübners Hotel an der Strandpromenade einmietete. Als Fontane im September 1871 nach einem Besuch in Dobbertin erneut in Warnemünde weilte, schrieb er an Mathilde von Rohr: „Gnädigstes Fräulein … es geht mir hier nach wie vor sehr gut; ich finde alles vorzüglich …“

 

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Fontane-Freunde,

bei ihrer ersten Reise nach Warnemünde müssen die Fontanes mit dem „Dampfer“ gefahren sein, denn eine Eisenbahnverbindung von Rostock gab es zu dieser Zeit noch nicht. Und so werden auch wir von Rostock aus das Schiff nehmen, wenn wir am 23. September auf eine kleine Reise gehen, um mit Warnemünde sowie Bad Doberan, der ehemaligen Sommerresidenz der Mecklenburger Fürsten und Heiligendamm, dem ersten deutschen Seebad, „Fontane“-Orte zu besuchen. Seine Notizen dazu waren recht unterschiedlich – heute verbinden sich für den Reisenden in jedem Falle sommerlich-erholsame Erwartungen mit Entdeckungen historisch bedeutsamer Zeitzeugen, wie das berühmte Doberaner Münster, eine der beeindruckendsten Kirchen der Backsteingotik, auch als die „Königin“ der Backsteinkirchen bezeichnet. Zuvor aber, bereits am Freitag, dürfen wir Sie willkommen heißen in einem der schönsten Barocksäle Norddeutschlands, mitten im Zentrum Rostocks vis-á-vis der Universität gelegen, wo wir auch am Samstagabend wieder beisammen sein werden. Mit Friedrich Christian Delius erwartet Sie dann nicht nur ein Fontane-Preisträger der Stadt Neuruppin, vielmehr dürfen Sie gespannt sein, was Ihnen der Büchner-Preisträger und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland wie auch der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademie der Künste Berlin, dessen Bücher in 19 Sprachen übersetzt sind, von denen hier nur Die Birnen von Ribbeck (1991), Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus (1995) und Der Königsmacher genannt sein sollen, an diesem Abend lesen wird.

Und selbstverständlich soll sich Zeit finden dann am Sonntagvormittag, um in der über 800 Jahre alten Hanse-, Hafen- und Handelsstadt, die schon in der Vergangenheit die größte und bedeutendste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern war und sich heute mit über 200.000 Einwohnern als moderne Großstadt und dank ihrer Lage am Meer mit einem großen Überseehafen und dem größten Kreuzfahrthafen Deutschlands, hanseatischer Architektur und lebendiger Kulturszene präsentiert, auf Spurensuche und Entdeckungstour zu gehen und die Zeugen der reichen Vergangenheit in der Altstadt aufzuspüren. Dass es dabei nicht nur um historische Baudenkmäler, wie die mächtige Marienkirche mit der Astronomischen Uhr, die älteste Universität Nordeuropas, den Neuen Markt mit dem Rathaus, den Heiligengeisthof und das Kloster zum Heiligen Kreuz oder die berühmte Lange Straße geht, sondern vielmehr auch Literarisches in diesen historischen Mauern zu finden ist, können Sie auf einer unserer Stadtführungen nachempfinden. Und wie immer soll es so sein, dass Sie angeregt werden, wiederzukommen – ganz gleich, ob Sie dann erneut auf Fontanes oder Kempowskis Spuren wandeln oder einfach Landschaft, Stadt und Leute entdecken wollen, denn Sie sollten es in jedem Falle so halten, wie Fontane uns vermittelt hat: „… das Beste aber, dem du begegnen wirst, das werden die Menschen sein …“

In diesem Sinne seien Sie herzlich willkommen in Rostock!

 

 

Tagungsort:

Barocksaal Rostock im Herzoglichen Palais,
Universitätsplatz 5, 18055 Rostock

 

Vorläufiges Tagungsprogramm

(Änderungen vorbehalten)

 

Freitag, 22. September 2017

ab 13.30 Uhr

Anmeldung im Tagungsbüro, Begrüßungskaffee

15.00 Uhr

Mitgliederversammlung

Tagesordnung

  1. Feststellung der satzungsgemäßen Einladung und der Tagesordnung
  2. Rechenschaftsbericht des Vorstands, Vorhaben
  3. Bericht der Schatzmeisterin
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Aussprache
  6. Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfer
  7. Haushalt 2018
  8. Verschiedenes

17.00 Uhr

Kaffeepause

17.30 Uhr

Begrüßung und Eröffnung der 27. Jahrestagung:
Prof. Dr. Andreas Köstler,
Vorsitzender der Theodor Fontane Gesellschaft

Grußworte:
Oberbürgermeister oder Vertreter der Hansestadt Rostock

18.00 Uhr

Eröffnungsprogramm:
Textcollage / Lesung – Fontane, Witte, Eggers
Angefragt: Prof. Dr. Hubertus Fischer
Schauspieler Alexander Bandilla

anschließend
Gemeinsames Abend-Buffet im Ratskeller

 

Sonnabend, 23. September 2017

09.00 Uhr

Exkursion – Schifffahrt auf der Warnow nach Warnemünde mit geführtem Rundgang im Ort, anschließend Busfahrt nach Bad Doberan mit Besichtigung und Führung im Münster, Mittagessen im „Friedrich Franz Palais“, Weiterfahrt nach Heiligendamm und geführter Rundgang im Ort

17.00 Uhr

Ankunft in Rostock
Zeit für individuelle Kaffeepause/Spaziergang/Abendessen

20.00 Uhr

Lesung im Barocksaal Rostock
Schriftsteller, Büchner- und Fontane-Preisträger Friedrich Christian Delius (Berlin), liest aus:
Die Liebesgeschichtenerzählerin und dem Essay „Kann Angela Merkel eine Romanfigur werden?“
(Sinn und Form, 2017)

 

Sonntag, 24. September 2017

10.00 Uhr

Stadtbesichtigungen mit Führung in Rostock zur Auswahl:

  1. Führung zu historischen Baudenkmälern der Altstadt
  2. Literarische Stadtführung „Auf Kempowskis Spuren“

12.00 Uhr

Abschluss der Jahrestagung

 

Tagungsstätte/Tagungsbüro

Der Barocksaal befindet sich in der 1. Etage des Herzoglichen Palais in Sichtweite des Universitätsgebäudes in zentraler Lage der Hansestadt. Vom Rostocker Hauptbahnhof erreicht man diesen mit den Straßenbahnlinien 5 (Richtung Mecklenburger Allee) und 6 (Richtung neuer Friedhof) bis Haltestelle Lange Straße/Galeria Kaufhof. Von dort durch die Breite Str. bis auf die Kröpeliner Straße/zum Universitätsplatz sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zum Palais. PKW-Parkmöglichkeiten finden Sie in Parkhäusern an der Langen Straße.

 

Tagungsgebühren 

>Anmeldeblatt herunterladen<

Die Tagungsgebühren beinhalten am Freitag einen Begrüßungskaffee sowie die Kaffeepause, das abendliche Eröffnungsprogramm sowie am Samstag die Abendlesung und am Sonntag die Stadtführungen in Rostock und betragen für:

  • Mitglieder: 75,00 EUR
  • Studentische Mitglieder. 30,00 EUR
  • Nichtmitglieder: 85,00 EUR

Für die Teilnahme am Rahmenprogramm entstehen die folgenden Kosten:

  • Abendessen am Freitag, den 22.09.17: 32,00 EUR
  • Exkursion am Samstag, den 23.09.17: 67,00 EUR

incl. Schiff- u. Busfahrten, Führungen, Mittagessen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühren sowie Kosten für die Teilnahme an Rahmenveranstaltungen entsprechend Ihrer Anmeldung bis spätestens 19. August 2017 auf unser Konto
IBAN: DE91 1605 0202 1730 0163 20
BIC: WELADED1OPR bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin
Kennwort: „27. Jahrestagung“

 

Rücktritt von der Anmeldung

Laut Vorstandsbeschluss vom 20. November 1998 gelten bei Stornierung der Anmeldung die folgenden Fristen und Kostenregelungen:

  • Früher als einen Monat vor Tagungsbeginn: Einbehalt von 10%
  • Weniger als einen Monat vor Tagungsbeginn: Einbehalt von 50%
  • Weniger als eine Woche vor Tagungsbeginn: Keine Rückerstattung

 

Unterkünfte 

Für unsere Jahrestagung vom 22. bis 24.09.2017 wurden durch die Rostocker Tourismus-Gesellschaft in den aufgeführten Hotels für uns die folgenden Sonderkonditionen vereinbart:

Das Kennwort für Ihre Buchung lautet: Theodor Fontane Gesellschaft 2017

Steigenberger Hotel Sonne
Neuer Markt 2, 18055 Rostock, Tel. 0381-49 73 555
EZ: 119 EUR, DZ: 139 EUR, Mindestaufenthalt 2 Nächte
Buchbar bis 11.08.2017

Die kleine Sonne
Steinstr. 7, 18055 Rostock, Tel. 0381-46 120
EZ: 89 EUR, DZ: 109 EUR, Buchbar bis 11.08.2017

Hotel Hopfenmarkt & Aalreuse
Kröpeliner Str. 20a, 18055 Rostock, Tel. 0381-45 83 443
EZ: 71 EUR und 84 EUR, DZ: 94 EUR
Buchbar bis 28.08.2017

Penta Hotel
Schwaansche Str. 6, 18055 Rostock, Tel. 069-25 66 99 300
EZ: 129 EUR, DZ: 146 EUR
Buchbar bis 04.08.2017

Die Preise verstehen sich jeweils inkl. Frühstück und MWSt. 

Die genannten Hotels befinden sich in der Nähe, fußläufig nur wenige Gehminuten vom Hezoglichen Palais mit dem Barocksaal entfernt. Das Penta-Hotel ein besonderes Design-Hotel sogar unmittelbar am Tagungshaus. Bitte buchen Sie Ihre Übernachtung rechtzeitig, da für Mitte September in Rostock und Umgebung noch touristische Hochsaison gilt, und darüber hinaus zeitgleich mit unserer Tagung eine große Fachtagung Statistik an der Universität stattfindet.