Kriterien für einen guten Roman

Von Ingeborg Botrall, London

Folgende Elemente müssen sich in einem guten Roman finden lassen:

  1. ein Mysterium
  2. eine theologische Dimension
  3. Vertreter der adeligen Gesellschaft
  4. eine gute Geschichte, d.h. eine gute Handlung und glaubhafte
    Figuren, Spannung zwischen den Figuren
  5. die Darstellung der Gesellschaft, d.h. eines begrenzten
    Milieus oder /und eines Panoramas der gesamten Gesellschaft.
  6. ein guter Stil
  7. ein glaubhaftes Ende, es kann gut, tragisch oder offen sein
  8. ein guter Dialog, bzw. eine geschliffene Unterhaltung
    zwischen mehreren Personen
  9. eine Moral – sozialkritisch oder politisch oder allgemein
    ethisch
  10. er muss die Bedingungen
    der menschlichen Existenz widerspiegeln
  11. eine romantische Geschichte haben
  12. eine Mischung der literarischen Gattungen enthalten,
    komische, tragische sowie poetische und epische Elemente
  13. Angst/ Furcht vor dem Tod/ der Zukunft enthalten
  14. einen Eindruck der Landschaft und ihres Charakters
    vermitteln (wie bei Fontane die Mark Brandenburg oder bei Dickens London oder das Marschland in Essex)
  15. den Charakter der Landsleute spiegeln
  16. Elemente des Dialekts haben, bei Fontane Plattdeutsch bzw.
    Niederdeutsch, bei Thomas Mann Platt, Bayrisch, Schwyzerdütsch und Sächsisch,
    bei Dickens Cockney

Und von Dekadenz keine Spur … einige Betrachtungen zu Theodor
Fontanes
Der Stechlin
von 1895.

Während einer Diskussion über englische Romane des 19. Jhs. und
ihrer Merkmale sowie guter Kenntnis vieler Film- und Fernseh-Versionen der
Werke Jane Austens, George Eliots und Charles Dickens einigten wir uns in meiner
Klasse in Nord-London auf eine Reihe von Beurteilungskriterien für einen guten Roman.
Wir schauten uns den dreiteiligen und fast fünfstündigen Fernsehfilm Der Stechlin aus dem Jahre 1975 an , der vom Norddeutschen Rundfunk unter Leitung von Dieter
Mechsner und Rolf Hädrig gedreht wurde. Der Film ist eine sehr treue Wiedergabe
des Romans, lässt aber auch, wie meistens, ein paar Nebenfiguren und Episoden weg.
Wir kamen natürlich nach Lektüre des Romans selbst, zu folgenden Betrachtungen:

Das Mysterium bildet der „Große Stechliner See“, der
unterirdisch mit anderen Teilen der Welt verbunden ist, so z.B. während des Lissaboner
Erdbebens im Jahre 1755 oder mit dem Vulkanausbruch des Krakatau auf der Insel Java
im Jahre1883. Fontane spricht ihm die Fähigkeit zu, während revolutionärer
Zeiten einen roten Hahn zu zeitigen. Das Revolutionäre kommt, wie sich das gehört, immer
aus Frankreich, dem Land seiner hugenottischen Vorfahren. Die Rolle der Buschen,
die sich mit Heilkräutern auskennt und wie eine alte Hexe aussieht und sogar
dem alten Stechlin eine gewisse Erleichterung für seine geschwollenen Beine
verschafft, mutet einen mit ihrem hübschen Enkelkind „Agnesen“ wie aus den Grimm’schen
Märchen an.

Die Sage der schönen Melusine, der Wassernixe, die im Großen
Stechliner See geradezu verschwinden könnte (siehe Unterhaltung im Winter) gehört auch
zum Mysterium des Verführerisch-Weiblichen (siehe Gespräch zwischen
Dubslav und Adelheid). Der Einbruch dieser Märchen-und Sagenwelt mitten in
die realistischen Konversationen ist eine Mischung literarischer Gattungen, die
Fontane besonders liebte. Realistisch sind die Konversationen, weil sie – ohne
langweilig zu werden – gewisse Wiederholungen und Lieblingsthemen enthalten.

Die
Theologie spielt eine große Rolle, obwohl es auf den ersten Anschein hin nicht so aussieht.

Das preußisch-provinzielle Milieu ist herkömmlich lutherisch,
besonders in der Figur der Adelheid, die in einem lutherischen Adelsstift, dem Kloster
Wutz, die Vorsteherin, die Domina, ist. Sie ist zwar vom Charakter her herb und trocken
und damit eine typisch märkische Adelige, besitzt aber einen gesunden
Menschenverstand und hält Dubslavs Liebe zu geistreicher Unterhaltung und Witz für einen
leicht frivolen Aspekt seines Charakters. Sie ist dem jungen Stechlin sehr verbunden,
hat seine militärische Laufbahn finanziert und ist sehr daran interessiert, dass er
heiratet und dass die alte Familie von Stechlin nicht ausstirbt. Sie versteht sich nicht
besonders gut mit ihrem jüngeren Bruder, aber ihr Charakter dient als Folie des
Charakters ihres Bruders.

Eine der zwei Personen, die nicht mit Satire und Ironie
behandelt werden, ist Pastor Lorenzen, der den jungen Stechlin anstelle der früh verstorbenen
Mutter hauptsächlich in seinen Ansichten prägte und ihm ein christlich-soziales
Engagement vorlebt, sowie ihn für die relativ unbekannte Figur des zeitgenössischen
Portugiesen Jao de Deus, der 1896 starb, begeistert.

Die preußische Landeskirche war eine unierte Staatskirche, d.h.
eine Mischung aus calvinistischen (S. Koselegers Aufenthalt in den Niederlanden)
und lutherischen Elementen. Es gab innerhalb dieser Kirche pietistische
Strömungen und natürlich auch außerhalb der Staatskirche wie die Herrnhuter Gemeinschaft
um Graf Zinsendorf (1700- 1760), eine christliche Gemeinschaft, die im
englisch-sprachigen Raum als „Moravian brothers“ bekannt ist. Die sozial-christliche Richtung
gruppierte sich unter anderem um den Hof- und Domprediger Adolf Stöcker
(1835-1909), von dem auch Stechlins Kamerad, der Assessor im Kultusministerium, v.
Rex, beeinflusst war. Der theologische Eifer und der Ehrgeiz von Rex, es zu etwas zu
bringen, wobei auch seine Frömmigkeit dazu gebraucht wird, werden von Fontane in der
Unterhaltung zwischen Vater und Sohn ironisiert.Czacko amüsiert sich darüber, wie
irritierend Rex Krippenstapels ‘Vielwisserei’ findet.

Die Diskriminierung der katholischen Bürger des neuen Reiches
während des Kulturkampfes (1871-1887) unter dem Reichskanzler Otto v.
Bismarck (preußischer Ministerpräsident von 1862 bis 1866, dann Kanzler des
Norddeutschen Bundes von 1866-1871, schließlich Reichskanzler bis 1890) wird vom
preußischen Grafen Barby, dem Vater der beiden entzückenden jungen Damen, und dem
katholischen Grafen Berchtesgaden beim Ausflug zum Berliner „Eierhäuschen“ erörtert.
„Windthorst“ war der populäre Gegner Bismarcks in diesem theologisch-politischen
Konflikt.

Katholisch waren nicht nur die Bayern, sondern auch die
Bevölkerung in Elsass-Lothringen, die nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 dem
neuen Kaiserreich einverleibt wurde, sowie eine große Mehrheit im westlichen
Preußen, dem industriellen Rhein- und Ruhrgebiet.

Was die
militärisch-diplomatischen Beziehungen angeht, so ist es nicht nur der Major a.D., Dubslav von Stechlin, und der ehemalige Feldjäger Katzler,
sondern es sind vor allem die drei jungen Kameraden, Woldemar v. Stechlin, Rex, der
ebenfalls aus einer alten preußischen Adelsfamilie stammt und der Hauptmann Czako,
die die militärischen und diplomatischen Fragen der Zeit repräsentieren und
untereinander diskutieren. Woldemar gehört dem Garde-Dragoner-Regiment Ihrer Majestät
Viktoria, Königin von Großbritannien und Irland an und besucht London als
Repräsentant dieses Regiments.

Die Beziehungen zwischen dem jungen deutschen Kaiserreich und
Großbritannien sind auch Gesprächsthema, besonders im Salon der Familie Barby
in Berlin, vor allem nach Woldemars Besuch dort. Mehrere Prinzen, u.a. Prinz
Albrecht von Preußen und Georg von Großbritannien und Irland, gehören demselben
Regiment an. Der alte Dubslav ist diesen vielen Prinzen gegenüber etwas skeptisch
eingestellt (Unterhaltung Vater und Sohn nach dem Eintreffen der drei jungen Männer).
Innerhalb von fünfundzwanzig Jahren nach seiner Gründung wurde aus dem deutschen Kaiserreich
der zweitgrößte industrielle Konkurrent Großbritanniens. Diese
fundamentale Änderung des Verhältnisses wird jedoch in Fontanes Roman nur angedeutet.

Und die Beziehungen zwischen dem deutschen Kaiserreich und dem
russischen Zarenreich (Nichtverlängerung des Bismarck’schen
Rückversicherungsvertrags unter den Reichskanzlern Caprivi (1890-1894) und Hohenlohe-Schillingsfürst (1894-1900) und Kaiser Wilhelm II. werden anhand der
Zugehörigkeit des dritten Kameraden, des Hauptmanns v. Czacko (slawischer Name), zum
Alexanderregiment diskutiert, worauf Dubslav von Stechlin nostalgisch seinen Tagen
im Nikolaus Kürassierregiment nachtrauert und der
Waffenbrüderschaft zwischen den preußischen und russischen Truppen während der
Befreiungskriege (1813/14), die schließlich zu Napoleons Niederlage führten. Dubslav entgeht
es, dass es Czacko etwas peinlich ist, den Alten so „schwelgen“ zu hören.
Dass Dubslav und Czacko slawische Namen besitzen ist kein Zufall, sondern soll
ihre Orientierung nach dem Osten und vielleicht auch den slawischen Ursprung des
Preußischen ausdrücken.

Die christlich-soziale Frage war ein wichtiger Aspekt der Zeit
(1880/90er Jahre) mit dem Aufkommen der Sozialdemokratie, sowie der Bismarck’schen
Sozialgesetzgebung und der herkömmlichen Verbindung des Adels mit der Staatskirche,
deren Beamte die Pastoren und seit einiger Zeit auch die Lehrer der
Volkschulen waren, wie z.B. der leicht exzentrische Vertreter dieser Gattung,
Krippenstapel, der Imker, Lokalhistoriker und „Museumsdirektor“ bei dem alten Stechlin
ist, sowie natürlich der Oberförster Katzler mit seiner hochwohlgeborenen „ehemaligen“
Prinzessin Ermyntrud von Ippe-Büchsenstein zur Gattin, die ihm sieben
Töchter geboren hatte, von denen vier tragischerweise schon als Kleinkinder starben.

Das
Schicksal der Arbeiter, dieser durch die Industrialisierung hervorgebrachten relativ neuen Unterschicht, wurde von vielen Geistlichen
ignoriert. Abgesehen von der Retortenherstellung in Globsow und Torgelow gibt es im Roman
die sieben Schneidmühlen (Sägewerke) am Rhin, nicht Rhein, der Familie
Gundermann. Die erst vor kurzem geadelte Frau v. Gundermann beklagt sich bei
Lorenzen, der ihre Kinder konfirmiert hat, über Probleme mit diesen und dem vielen
Personal im Haus und in der Mühle. (Unterhaltung beim Abendessen zu Beginn des
Romans.)

Der Konsistorialrat Koseleger wird wesentlich kritischer
gezeichnet und sein Bestreben, die Gegend mit Hilfe der „Prinzessin“, zu einer
geistlichen Erweckung zu führen, trifft auf Stechlins Ablehnung, der sich seinen
Lorenzen , der ihn „in 20 Jahren noch nie bemogelt“ hat, nicht schlecht machen lässt.
Koselegers Ehrgeiz, mit dem hohen Adel auf gleicher Basis zu stehen, wird in seinem
Gespräch mit Lorenzen als oberflächlich und hohl porträtiert. Dubslav von Stechlin
ärgert sich sowohl über Koselegers Besuch wie den der „Prinzessin“, als es sich
herumspricht, dass es ihm nicht gut gehe – da er fühlt, dass sie ihn „bekehren“ möchten.
Sie verhält sich übertrieben preußisch (Pflichterfüllung) und übertrieben bürgerlich, weil
sie unter ihrem Stande geheiratet hat und macht es ihrem Mann dadurch schwer,
sich ihr gegenüber ritterlich zu verhalten.

Ganz am Anfang spricht der junge Stechlin zu seinen Kameraden
über die ungewöhnliche Ehe der Katzlers und stattet der Frau Oberförsterin einen kurzen
Besuch ab, wobei seine Kameraden sofort ein Liebesverhältnis vermuten,
das jedoch dementiert wird und für den guten Charakter des jungen Stechlin bürgt.

Freuen tut sich der alte kranke Stechlin hingegen über den
Besuch seines alten Freundes Krippenstapel, der seine beste Honigwabe als Geschenk
mitbringt, und natürlich auch des Pastors Lorenzen, der ihn mit einem guten
Luther-Zitat tröstet. Dass er insgesamt trotz seiner allgemeinen Beliebtheit und
seines guten Verhältnisses zu seinem Sohn an einer gewissen Einsamkeit leidet, wird durch
seine Freude über den Besuch von außen hervorgehoben und wird auch aus seinem fast
komischfreundschaftlichen Verhältnis zu seinem Diener Engelke ersichtlich.

Was die Handlung des Romans angeht, so ist sie relativ einfach.
Ein junger Mann, der junge Woldemar v. Stechlin, muß eine Wahl zwischen den
Töchtern des Grafen Barby, eines weltgewandten, reichen Grafen, der eine schöne
Wohnung am Kronprinzenufer in Berlin mietet, treffen. Er entscheidet sich für die jüngere
Armgard, obwohl er sich auch von der schönen Melusine angezogen fühlt, die für
kurze Zeit schon mit einem italienischen Grafen verheiratet war und geschieden ist.

Der alte Stechlin lässt sich als Kandidat einer Ersatzwahl zum
Reichstag in Berlin aufstellen und verliert.

Bei dem Besuch der reizenden jungen Damen fühlt sich der alte
Stechlin ebenso zu Melusine hingezogen und Melusine „droht“ Armgard mit der
Möglichkeit, ihrer Rolle als ihre wesentlich ältere Schwester und „Mutter”,
sowie als Rivalin gegenüber Woldemar noch die Rolle der „Schwiegermutter” hinzuzufügen! Das
war natürlich nicht ernst gemeint wie so Vieles von ihr. Ihr „Geschiedensein”
scheint einer Wiederverheiratung nicht im Wege zu stehen und stellt
offensichtlich keinen gesellschaftlichen Makel dar. Nach dem Begräbnis des Alten drückt v. Czacko
ernsthaftes Interesse an Melusine aus.

Die jüngere Armgard wird wie Lorenzen ohne Ironie behandelt und
als hübsche, wenn auch etwas blasse, junge Dame geschildert, die zwar nicht
so schillert wie ihre Schwester, aber ehrlich und zuverlässig ist und damit als eine
sehr gute Partie für den jungen Woldemar dargestellt wird.

Der alte Stechlin, ein Original an Charakter, der es liebt, sich
selbst zu widersprechen, ist gleichzeitig die Verkörperung traditioneller Werte des alten
Preußens mit gewissen Einschränkungen gegenüber dem Alten Fritz. Der Major
a.D. erlebt die Hochzeit seines einzigen Sohnes in der Garnisonskirche in Potsdam.
Er erkrankt dann, erlebt eine kurze Genesung und stirbt. Er wird als Mann
mit menschlichen Qualitäten und Herz dargestellt und so von Pastor Lorenzen bei
seiner Beerdigung gewürdigt, auch als einer, der dem Neuen aufgeschlossen
gegenüber stand.

Als Darstellung der preußischen Gesellschaft im Deutschen
Kaiserreich haben wir die genaue Beschreibung der adeligen, politisch-diplomatischen,
militärischen, industriellen und kirchlichen Kreise, aber auch der Dienerschaft (Engelke und
Jeserich, die Berliner Kammerzofe der Barbys, die Christel in der Küche
und der Kutscher Martin) sowie der Arbeiter. Der erfolglose Wahlkampf des alten
Stechlin für den Reichstag und die erfolgreiche Wahl des Arbeiters und
Sozialdemokraten Torgelow, sowie die Schilderung der ländlichen Unterschicht mit Buschen,
die sich auf das alte Gewohnheitsrecht (und nicht auf das „Allgemeine Preußische
Landrecht“) berufen können, um ihr Holz zu sammeln und sich erstaunlicherweise eines
guten Verhältnisses zu dem Herrn v. Stechlin erfreuen, der die hübsche kleine „Agnesen“
gebraucht, um seine alte Schwester zu vertreiben. Seine Fähigkeit, perfekt
Platt mit ihr zu sprechen, gehört zu seiner Rolle als Gutsherr, als ostelbischer Junker,
und war eine Fähigkeit, die von allen regierenden Kreisen in den verschiedensten
deutschen Territorialstaaten erwartet wurde (vgl. Thomas Manns Buddenbrooks).

Es handelt sich also um die Darstellung eines Panoramas der
Gesellschaft, auf dem Land und in der Reichshauptstadt Berlin, im späten 19.
Jahrhundert des erst 1871 gegründeten deutschen Kaiserreiches preußischer Prägung.

Die Rolle des Adels ist das zentrale Thema des Romans. Das Ende
des Romans und der Tod des alten Stechlin kann trotz der mit der Heirat
Woldemars gewährten Kontinuität als Infragestellung der Rolle des Adels verstanden
werden, obwohl es sich beim alten Stechlin um einen bescheidenen und populären
Repräsentanten handelt, der von Zeit zu Zeit unter finanziellen Problemen
leidet und dann der Hilfe seines alten jüdischen Freundes Baruch Hirschfeld
bedarf, dem er es jedoch übelnimmt, dass er ihm im hohen Alter eine weitere Hypothek verkaufen will.
Im Gespräch mit dem aufrechten, aber auch komischen Polizisten
Uncke spricht dieser es dem Einfluss seines Sohnes Isidor zu. Dubslav von Stechlin
glaubt, dass er seine Bauern und die Arbeiterschaft der Globsower und Tragelower
Glasfabrik, deren Vertreter auch bei der Wahlversammlung anwesend sind,
positiv miteinbezieht und glaubt, dass seine menschliche Behandlung die
Sozialdemokratie, über die er sich genauso ärgert wie über seinen neumodischen Doktor
Moscheles, den Vertreter für seinen alten Arzt Sponholz, überflüssig machen
würde.

Interessanterweise halten die Diener in der Küche mehr von dem
neuen als von dem alten Arzt und schreiben Stechlins Abneigung seiner
Alterssturheit zu (Unterhaltung auf Platt). Lorenzen und Melusine unterhalten sich
über Demokratie und die Rolle des vierten Standes, der Arbeiterschaft. Das
letzte Wort des Romans erteilt Fontane Melusine, die an Pastor Lorenzen schreibt.
Nachdem sich innerhalb des ersten Ehejahres noch kein Nachwuchs bei Armgard und
Woldemar eingestellt hat, endet sie ihren Brief mit der Aussage, dass für sie der
Fortbestand der Stechline weniger wichtig sei als der des „Großen Stechliner
Sees” selbst.

Was die Dialoge und Konversationen angeht, so ist Witz, Ironie,
Kenntnis der politischen Verhältnisse und der Geschichte, der Alte Fritz, der preußische
Adel, die napoleonische Zeit, der preußisch-österreichische Krieg 1864
gegen Dänemark, der preußisch-österreichische Krieg von 1866, der
deutsch-französische Krieg 1870/71, der verbitterte alte Bismarck, der junge Kaiser Wilhelm II. und
das Auswärtige Amt, die Debatten im Reichstag etc. sowie die Kenntnis der Malerei,
der Musik, des Theaters und des Auslands (Englands, Italiens, der Niederlande,
Frankreichs und der Schweiz) überall zu finden.

Manche bezeichnen deshalb Fontanes Romane als
Konversationsromane. Man kann diese Konversationen in verschiedene Gruppen aufteilen:

  1. unter den Herren
  2. unter den Damen
  3. in der gemischten Gesellschaft, im Salon und in der Küche
  4. mit den persönlichen Dienern und mit Buschen und Klein-Agnes

Die Konversationen unter den älteren und jüngeren Herren drehen
sich um Persönliches, die Heirat, die Geschichte der Familie, der
Landschaft und Preußens sowie des neuen Kaiserreiches. Das Militärische und das
Politische überwiegt – aber auch Theologisches spielt eine große Rolle.

Das Verhältnis der drei Kameraden ist informell und freundlich
und das „Aufziehen” ist der Ton, der vorherrscht. Sie sprechen sich mit „Sie” und
Nachnamen an und nicht mit „Du”, was unter den Offizieren der
k.u.k.österreichisch-ungarischen Monarchie sowie in Preußen vorgeschrieben war.

Die Erörterungen der
Honoratioren während der Nachwahl zum Reichstag verlaufen in ähnlicher Weise, nur wird es in feucht-fröhlicher Manier im
Halb-Platt mit vielen Reminiszenzen aus den drei Kriegen, Anzüglichkeiten und
einer Rede über eine Hinrichtung in Berlin etwas gröber, obwohl Frau v.
Gundermann sich als dreiste und vielredende Berlinerin an Stechlins Tisch bereits zu Beginn
des Romans zu einem längeren Diskurs über Ratten hinreißen ließ, sehr zum
Amüsement von Czacko. Parallel dazu ergeht man sich im Berliner Salon der Barbys über
Londoner Hinrichtungen nach der Rückkehr Woldemars aus England (Tower
Hill and Tyburn). Die Familie Barby verbrachte mehrere Jahre an der preußischen
Gesandtschaft und der späteren deutschen Botschaft in London und die verstorbene
Mutter kam aus der Schweiz: alles Dinge, die der alten Domina gar nicht behagen,
ebenso wie alles, was mit England zu tun hat.

Bei den Damen überwiegt das Persönliche, aber auch das
Geschichtliche sowie natürlich die Mode. Das freundschaftliche Verhältnis zur katholischen
Gräfin Berchtesgarden, das auch auf die Londoner Zeit zurückgeht, führt nach der
Abreise des jungen Hochzeitspaares zu einem Bekenntnis Melusines über den wahren
Scheidungsgrund von ihrem italienischen Grafen Ghiberti.

Melusine hat ein flirtendes Verhältnis zu fast allen Männern,
denen sie begegnet, doch lässt sich auch eine gewisse Gleichgültigkeit und Kälte
erkennen, sowie ein Element der Berechnung, was man bei ihrer jüngeren Schwester
nicht findet. So dient die Charakterisierung auch dieses Geschwisterpaares der
Heraushebung des Kontrastes zwischen ihnen.

Graf Barby, dem höheren neu-preußischen Adel angehörend,
weltgewandter und wesentlich reicher als Dubslav von Stechlin, interessiert sich für dessen
Bodenständigkeit in der Mark Brandenburg, obwohl es ihm nicht gut genug geht, um an
dem Winterausflug nach „Schloss“ Stechlin teilzunehmen. Die Gebrechlichkeiten der
beiden Älteren sind als komischer Kontrast von Fontane gedacht, sowie ihre gute und
fast standesungemäße Beziehung zu ihren persöhnlichen Dienern, Engelke und Jeserich.

Die gemischten Gesellschaften unterscheiden sich nicht so sehr
vom Inhalt dieser Konversationen, sondern bringen das Element des Flirtens in den
Vordergrund – schließlich kommt es zu einer Verlobung und einer Heirat.

Der Tod als Grundbedingung aller menschlicher Existenz wird als
ein guter und friedlicher Tod des alten Dubslav v. Stechlin dargestellt, der von seiner
Familie, seinen Dienern und der weiteren Umgebung geliebt wird, sogar von seinen
Globsowern, die eine Abordnung zum Begräbnis schicken. Das junge Brautpaar
befindet sich auf Hochzeitsreise in Italien und ahnt nichts davon. Ein Telegramm
erreicht sie erst, als es für das Begräbnis bereits zu spät ist.

Fontane hat diesen Roman einen politischen genannt, seinen
Wunsch, den Adel des Landes so darzustellen, „wie er sein sollte”, d.h. mit allen
menschlichen Stärken und Schwächen. Überhaupt ist die Darstellung des
Menschlichen in den vielen, z.T. auch skurrilen Figuren aus allen Schichten der Gesellschaft
(z.B. Uncke und Krippenstapel) und die Darstellung seines Titelhelden, des alten
Dubslav von Stechlin, gelungen.

Wenn man das Verhältnis zwischen den verschiedenen Klassen in
den englischen Romanen mit Fontanes Darstellung vergleicht, so fällt ein viel
größerer Abstand in England auf – ein riesiger Unterschied, vielleicht auch, weil es
viel mehr Diener in einem wohlhabenden spätviktorianischen „Manor House“ gab . Die
Beziehung zwischen Engelke und Stechlin wurde von Fontane als Darstellung des
Verhältnisses Bismarcks und Wilhelm I. zu ihren Dienern, die beide Engel
hießen, benutzt. Der treffendste Vergleich wäre vielleicht das Verhältnis der Königin
Viktoria zu ihrem schottischen Gillie, John Brown, nach dem Tod des ‘Prince
Consort’ Albert. Auch ist der Gebrauch des Plattdeutschen eher mit dem Gebrauch des
Schottischen vergleichbar: eine Unterhaltung auf Cockney zwischen einem englischen Lord und
seinem Valet kommt weder in den Romanen noch dem neuesten nostalgischen
Film Downton Abbey vor!

Die leichte Idealisierung der Feudalwelt des alten Stechlin soll
natürlich auch die Darstellung einer organisch gewachsenen Gesellschaft sein – das
heißt aber nicht, dass die modernen Entwicklungen zum „Industriestaat” ignoriert
werden. Das Epische, die Geschichte Preußens und der Stechline, wird mit
dem Poetischen im Film und im Roman durch die Landschaft mit dem wunderschönen
See und den Ausritten durch das Land verbunden. Der Film hat zusätzlich noch
die Musik von Schuberts Unvollendeter.

Wenn man die überwiegend heitere und optimistische Stimmung
dieses im Jahre 1895 geschriebenen Romans mit den etwas späteren Romanen der
Brüder Heinrich und Thomas Mann vergleicht, so fällt auf, dass von dem
Krisengefühl, der Malaise der Jahrhundertwende, jede Spur fehlt, ebenso wie von Dekadenz.
Die verschiedenen Konfessionen spielen eine große Rolle, aber an der Grundsubstanz
des  christlichen Glaubens hält der alte Stechlin (glauben, hoffen, lieben) trotz
mancher Zweifel und seinem Hang zur Ironie fest.

Anmerkungen zur Interpretation und
Vergleiche mit einigen englischen Romanen:

Die Kategorien, auf die wir uns einigten, bildeten den Anfang.
Historische Hintergrundkenntnis stammte aus einer allgemeinen Beschäftigung
mit deutscher und europäischer Geschichte sowie den Anmerkungen der Hanser
Ausgabe des Textes Der Stechlin (München/Wien 1980), herausgegeben von Walter Keitel und Helmuth Nürnberger. Diese wiederum enthält einen langen Kommentar zur
Entstehungsgeschichte des Romans und hat in all seinen Anmerkungen die
Sekundärliteratur zu Fontane von west- und ostdeutscher Seite, als auch von
britischer und irischer Seite bis 1980 berücksichtigt. Hervorgehoben werden soll in diesem
Kontext die hervorragende Einleitung des ostdeutschen Germanisten Hans-Heinrich Reuter Fontane und England zu Fontanes Wanderungen
durch England und Schottland
(Berlin
1968), da sie von besonderer Relevanz ist.

Es stellt sich heraus, dass Fontane natürlich durch seine
hugenottische Herkunft viel über Frankreich und seine Kultur von Hause aus kannte. Als
Kriegskorrespondent und Kriegsgefangener sammelte er seine eigenen Erfahrungen
1870/71 im „deutschfranzösischen Krieg”, genauer gesagt im Krieg zwischen dem Norddeutschen Bund mitsamt seinen Verbündeten, den Königreichen Sachsen, Bayern und
Württemberg sowie dem Großherzogtum Baden, und dem zweiten französischen „Empire”
unter Napoleon III. Bei dem Sieg über Frankreich wurde das „Deutsche
Kaiserreich” gegründet mit der Akklamation des preußischen Königs Wilhelm I.
zum Kaiser Wilhelm I. Als Fontane in Frankreich war und das Herkunftsdorf
der Jeanne d’ Arc (Jungfrau von Orleans) besuchte, wurde er als preußischer Spion
verhaftet und wäre ohne den Einfluß Bismarcks hingerichtet worden. Das Zweite „Empire”
zerbrach, Napoleon III. musste nach England fliehen und die III. Republik
(1871-1940) begann nach der Niederschlagung der ‘Commune’ in Paris.

Die Nation, die ihn seit seiner Jugend jedoch am meisten
faszinierte, war England bzw. Britannien. Es begann mit den Seekapitänen der Segelboote,
die in Swinemünde im Hafen bestaunt werden konnten und wurde dann vertieft durch
seinen insgesamt fast vierjährigen Aufenthalt in London als Korrespondent
verschiedener Berliner Zeitungen während der 1840/1850er Jahre. In dieser Zeit verfaßte
er die Wanderungen durch England und Schottland, die ihn dazu anregten, seine eigene Mark Brandenburg ebenfalls zu durchwandern. Die dreibändigen Wanderungen durch die Mark Brandenburg gehören zu seinen populärsten Veröffentlichungen. Ohne all dies Hintergrundswissen wäre auch Der Stechlin nicht
entstanden. Natürlich muß man sich vergegenwärtigen, dass sich ‘die deutschen Lande’ vom „Deutschen
Bund” nach dem Wiener Kongress 1815 zum „Norddeutschen Bund“ nach Preußens
Sieg über Österreich 1866 (Schlacht von Königgrätz) umorganisierten und
dass sich schließlich das „Deutsche Kaiserreich” nach dem dritten erfolgreichen Sieg
preußischer und deutscher Truppen und dem geschickten diplomatischen Spiel
Bismarcks formierte. In Großbritannien ging die früh-viktorianische Zeit mit dem Tod
des Prinzen Albert 1861 zu Ende, das Weltreich expandierte, die Industrie florierte
und Victoria erklärte sich nach der erfolgreichen Niederschlagung der indischen Sepoy
Rebellion (Indian Mutiny) im Jahre 1857 zwanzig Jahre später zur Kaiserin Indiens.
(Her
Majesty Victoria, Queen of Great Britain and Empress of India).

Fontanes Position von extremer Bewunderung änderte sich im Laufe
seines Lebens zu einer viel differenzierteren Position, die auf genauer
Kenntnis von Land und Leuten beruhte. Seine Meisterung der englischen Sprache
kann nicht in Frage gestellt werden. Und natürlich war der Einfluß der englischen Literatur sehr groß
und sein Versuch, das gesamte Spektrum der preußisch-deutschen
Gesellschaft im Stechlin darzustellen, hängt auch damit zusammen. In London wohnte er sogar kurz in der
Nähe von Charles Dickens, hatte aber nicht den Mut, ihn aufzusuchen.

Sein Konversationsstil hat viel mit Jane Austen (1775
-1817) gemein, ist aber viel politischer. Die genaue Kenntnis des gesellschaftlichen Milieus
ist beiden gemeinsam sowie die Beschreibung der Anziehung der beiden Geschlechter und
ihres gesellschaftlichen Werbungsrituals sowie die Komödie der Irrungen und Wirrungen.
Bei Fontane spielen jedoch die Geschichte und der Charakter der Mark
Brandenburg, der allgemeinen preußischen und deutschen Geschichte und der
politischen Verhältnisse des jungen deutschen Kaiserreichs sowie dessen
internationale Beziehungen eine viel größere Rolle. Letzteres fehlt völlig bei
J.A. Der Verlust der amerikanischen Kolonien, die Namen des Königs Georg III.,
Napoleons und der Brüder Pitt werden nicht erwähnt, noch nicht einmal die Schlacht
von Trafalgar, Nelson und Wellington, geschweige denn Debatten im „House of
Commons”. Die berühmte frühe „Industrialisierung” Großbritanniens ist
ebenfalls tabu. Das britische Weltreich spielt jedoch eine Rolle. In Mansfield Park werden die
Plantagen auf den westindischen Inseln und diverse Reisen dorthin erwähnt und
somit der Zusammenhang zwischen englischem Reichtum, Sklaverei und
Weltreich hergestellt. Mit George Eliots (1819-1880) Middlemarch verbindet
Fontane, der Zeitgenosse war (1819-1898), das soziale und politische Engagement. Dort wird
auf die Lebensbedingungen der Pächter auf dem großen Gut eingegangen und es findet eine
ebenfalls erfolglose Wahl ins Unterhaus statt.

Die Darstellung der armen, rechtlosen und verschuldeten
Unterschicht nimmt auf Grund des biographischen Hintergrunds von Charles Dickens
(1819-1870) viel mehr Platz bei ihm als bei Fontane ein – aber Arbeiter und die
ländliche und städtische Unterschicht spielen eine Rolle im Stechlin mit Buschen, ihrer gut verdienenden Tochter Karline in Berlin, die an Heirat nicht interessiert ist,
und der hübschen „Klein-Agnes”, die den alten Stechlin mit ihrer Anwesenheit im Haus von
seinen Gedanken an den Tod ablenkt und erfreut. Was ihn mit Dickens verbindet,
ist der journalistische Hintergrund, seine Schreiblust und seine ungeheure
Produktivität.

Was Fontanes Stechlin
von Dickens unterscheidet ist das Fehlen eines
großen Konflikts zwischen Gut und Böse sowie das Fehlen des riesigen moralischen
Problems sozialer Ungerechtigkeit. Die Vielfalt der skurrilen Figuren Londons und
deren Sprache sowie die Tiefe der tragischen Situation des gesellschaftlichen
Aufsteigers, wie z.B. Pips in Great Expectations, fehlen ebenfalls. Die Grausamkeit des Rechtssystems wird an Magwitch demonstriert, der es trotz seiner Deportation
zu den australischen Strafkolonien zu etwas bringt und seinen eigenen Wunsch, als „Gentleman“
in der englischen Gesellschaft anerkannt zu werden, auf Pip überträgt. Dieser
erkennt erst am Ende, wie verblendet er war, als er in Miss Haversham seine
Gönnerin erkennen wollte. Die Ungewissheit über die Herkunft des Geldes und die
dubiose Rolle des Rechtsanwaltes Jaggers, der Estrellas Mutter als Küchenmädchen
anstellt, üben eine dem Orakel von Delphi ähnliche Rolle in der griechischen
Tragödie aus. Estrella ist ebenfalls tragisches Opfer einer Verblendung. Sie ist die
natürliche Tochter Magwitches, die sich von Miss Haversham korrumpieren lässt,
indem diese ihren Wunsch nach Rache an allen Männern an ihr auslebt und sie zu
einem gefühlskalten Mädchen heranzieht. Nur beim zweiten Ende von Great Expectations kommt es zum Sieg der Menschlichkeit über die Unmenschlichkeit. Es war
die von Dickens selbst publizierte Version.

Die geistliche Perspektive ist bei Dickens besonders bei seinen
Weihnachtsgeschichten allgemein christlich, bei George Eliot und Jane Austen allgemein
moralisch, aber bei Fontane am spezifisch christlichsten. Vielleicht ist auch das
eine ungewöhnliche Schlußfolgerung.

Bibliographie:

Theodor Fontane: Der Stechlin
Carl Hanser Verlag, München und Wien 1980
Herausgeber Walter Keitel und Helmuth Nürnberger

Theodor Fontane: Wanderungen durch England und Schottland,
Herausgeber und Verfasser der Einleitung:
Hans-Heinrich Reuter, Berlin 1968

Englische Literatur von Blake bis Hardy, Fischer Bücherei,
Frankfurt/Hamburg 1970
Herausgeber: Willi Erzgräber

Einzelartikel: Reuben Arthur Brower:“Leicht und hell und
sprühend“:
Ironie und Fiktion in
Jane Austens ‘Pride and Prejudice’.
Übersetzung von :“Light
and Bright and Sparkling:
Irony and Fiction in ‘Pride
and Prejudice’,
In:R.A.B. The Fields of
Light: An Experiment in Critical Reading.
New York:Oxford
University Press 1951.
Für die Fischer Bücherei übersetzt von Regine Wolf.

W. J. Harvey, George
Eliots ‘Middlemarch’. Übersetzung von: Introduction .
In: George Eliot:
Middlemarch, Harmondsworth-Middlesex:
Penguin Books 1965. Für die Fischer Bücherei übersetzt von Renate Jochum
J. Hillis Miller,
Charles Dickens’ ‘Great Expectations’, Charles Dickens.
The World of his Novels.
Cambridge-Mass.: Harvard University Press 1958.
Für die Fischer Bücherei
übersetzt von Regine Wolf.

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